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( 12. Mai. 2011 )
Liebe Conny und Heike, wir möchten Euch hier einen der schlimmsten Fälle vorstellen, den wir je erlebt haben. Ihr Name ist Esperanza, und sie wurde in einen Kartoffelsack gesteckt und anschließend in einen Müllcontainer geworfen. Irgend jemand hörte ihre Schreie um Hilfe und rief uns an. Wir gingen zu dem Platz, an dem die Leute sagten, das sie dort den Hund haben schreien gehört und fragte in der Nachbarschaft herum, wobei diese uns dann erklärten das der Hund wohl tot sei, denn man könnte ihn nicht mehr hören. Dort standen mehrere Müllcontainer und wir durchsuchten alle. Aber schließlich fanden wir sie. Wir schnitten den Sack auf und fanden eine schwarze Galga die anscheinend tot war. Als wir sie herausgehoben haben, meinten wir einen ganz schwachen Herzschlag zu fühlen und somit brachten wir sie schnellstmöglich in die nahegelegenste Tierklinik. Dort angekommen stellten man fest, das sie zwar lebte aber so gut wie keine Überlebenschance habe. Sie war nur noch ein Skelett, steif, unterkühlt, sie bewegte nur noch ihre Augen und hatte eine große Beule an ihrem Kopf. Sie war über und über bedeckt mit Dreck und toten Fliegen und aus Nase, Augen und den Wunden floß eine grüne Flüssigkeit.
Ein ganz lieber Dank geht an : M. Rumpf 50 Euro; A+T Becker 10 Euro; Familie Schweitzer 100 Euro; Sina Kaiser 20 Euro; Andrea Paul 25 Euro; N. Ferreira 100 Euro
Der Tierarzt legte einen Zugang, verordnete Antibiotika, Analgetica und Cortisone. Unser Ziel war es sie so zu stabilisieren, das sie in eine spezielle Traumaklinik überführt werden könnte. Wir dachten, da eines ihrer Beine fast ohne Muskulatur war und sie auch nur den Kopf bewegen konnte, das sie weitere Knochenbrüche hätte. Esperanza, so nannten wir sie (was auf spanisch „Hoffnung" heißt), entwickelte einen schwachen, gleichmäßigen Herzschlag und überlebte die ersten 24 Stunden. Am nächsten Tag brachten wir sie in eben diese Traumaklinik und nach den ganzen Röntgen und Untersuchungen kam man zu dem Schluß, das nichts weiter gebrochen war aber sie mehrere Tage ohne Wasser und noch länger ohne Futter ausgeharrt haben musste. Vielleicht war sie überfahren worden, was den Muskelschwund an einem ihrer Beine erklären würde und sie hätte diesen Unfall aber ohne weitere Knochenbrüche überstanden. Es würde allerdings nicht die dicke Beule erklären, die mit Sicherheit absichtlich dem Tier zugefügt worden ist, zumindest denken wir das. Und diese Beule ist die Lebensbedrohlichste Verletzung, dies ie zur Zeit hat. Evtl. wissen wir Dienstag oder Mittwoch mehr, wenn das CT gemacht worden ist.
Esperanza wird noch einen sehr langen Weg vor sich haben, bis sie außer Gefahr ist und sie ist so schwach, das sie nicht einmal selber stehen kann, aber wir sind froh, das sie bis jetzt überlebt hat. Sie erweist sich als unerbittliche Kämpferin und wir werden versuchen, ihr all die notwendigen Tierärztlichen Hilfe zukommen lassen, damit sie wieder auf die Beine kommt und wieder eines Tages ein glückliches Leben führen kann. Es ist so unendlich traurig, wie Galgos weiterhin die abscheulichsten Formen von Gewalt und Missbrauch erleiden müssen und die Regierung verschließt ihre Augen vor diesem Zustand. Vielleicht weden sie versuchen uns davon zu überzeugen, das Esperanza sich selbst in der Kartoffelsack eingeschnürt hat um so einen Selbstmord zu begehen. Es ist lächerlich.
Eine dicke Umarmung Nuria
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 22:46 Uhr |